Heissi Maroni, ganz heiss! Mmh, Maroni, wie das duftet! Die Edel-Kastanie ist seit gut 1500 Jahren im Tessin und den Bündner Südtälern heimisch und war lange eine wichtige Nahrungsquelle für Mensch und Vieh, aber dazu später.
Heissi Maroni, ganz heiss! Mmh, Maroni, wie das duftet! Die Edel-Kastanie ist seit gut 1500 Jahren im Tessin und den Bündner Südtälern heimisch und war lange eine wichtige Nahrungsquelle für Mensch und Vieh, aber dazu später.
Eichen wecken Ehrfurcht. Mächtig und erhaben stehen sie wie für die Ewigkeit. Fast ewig alt können sie werden: bis 1000 Jahre! Eichen sind langsam im Wachstum, sie blühen erst nach etwa 50 – 80 Jahren.Bestäubt werden sie vom Wind.
Weisse Blütenstandswolken, feinfiederige, duftende Blätter – eine Schönheit ist sie, die Schafgarbe. Aber erst auf den zweiten Blick einzigartig. Schönheitskonkurrentinnen auf der Wiese sind die Wilde Möhre, der Kerbel, ein Baldrian und andere Weissblütige.
Beide Lindenarten, die bei uns heimisch sind, wachsen meist als Einzelbäume oder in kleinen Gruppen. Weil sie ihre Blätter fächerartig ausbreiten, können sie viel Licht einfangen und gleichzeitig viel Schatten spenden.
Linden sind Meisterinnen darin, abgebrochene Äste zu ersetzen. Sie können nämlich aus schlafenden Knospen neu austreiben.
Zwei gelbe und einen roten Fingerhut kennen wir in der Schweiz: Den roten (Digitalis purpurea) vielleicht vor allem aus den Gärten, aus denen er ab und zu ausbüxt, denn eigentlich ist er im westlichen Mittelmeerraum beheimatet. Unsere beiden einheimischen sind gelb: Der grossblütige Fingerhut (Digitalis grandiflora) und der Gelbe Fingerhut (Digitalis lutea), der im Jura der häufigere ist.
Äpfel gelten bei uns als einheimisches Obst. Die Apfelbäume sind auch schon sehr lange bei uns heimisch. Sie stammen aber aus Kasachstan, wo sie bereits seit über 4000 Jahren gezüchtet werden, und gaben der Stadt Almaty – Apfelstadt ihren Namen. Über die damaligen Handelsrouten gelangten sie dann zu uns.
Unsere drei Ahorn-Arten (Feld-Ahorn, Spitz-Ahorn und Berg-Ahorn) gehören in die Familie der Seifenbaumgewächse. Typisch für diese Familie ist ein scheiben- oder ringförmiges Nektarpolster auf dem Blütenboden.
Hautflügler, Fliegen, Schmetterlinge, Bienen und Käfer laben sich am reichlichen Nektar und bestäuben die Blüten.
Kaum eine andere Pflanze verkündet das Ende des Winters schöner als der Huflattich (Tussilago farfara). Jetzt jubelt der Zilpzalp im Quartier, vielleicht singen auch schon die Amseln in der Morgendämmerung: das ist die Zeit des Huflattichs oder des Zytröselis.
Stinsenpflanzen? Diese Pflanzen wurden vom Menschen eingeführt und überleben auch ohne menschliche Hilfe am ursprünglichen Ort und verwildern. Es sind also Kulturrelikte, sie zeigen, dass sich in dem jeweiligen Gebiet ein Garten oder Park befunden hat. Schneeglöckchen, Märzenbecher und andere Frühblüher gehören dazu.
Jetzt, blühende Pflanzen? Ja! Fast alle Pflanzenarten bei uns wachsen, blühen und fruchten zu einer bestimmten Zeit, sie richten sich nach den Jahreszeiten. Nicht so unsere drei Immerblüher! Auch sie haben zwar Zeiten im Jahr, in denen sie häufiger blühen. Aber wenn nicht gerade Schnee liegt, findet man immer blühende Exemplare.
© BirdLife Schweiz/Suisse/Svizzera