Seit einigen Jahren schon ist das Oberengadin Thema bei der Programmgestaltung. Aber: zu weit für eine zweitägige Exkursion! Nun packen wir die Chance anlässlich des zehnjährigen Bestehens unseres Vereins und wagen eine dreitägige Exkursion.
Seit einigen Jahren schon ist das Oberengadin Thema bei der Programmgestaltung. Aber: zu weit für eine zweitägige Exkursion! Nun packen wir die Chance anlässlich des zehnjährigen Bestehens unseres Vereins und wagen eine dreitägige Exkursion.
Treffpunkt in Welschenrohr. Der Bus, der uns nach Hinter Brandberg transportieren soll, steht schon da. Der Chauffeur winkt ab: Nein, er fahre auf den Balmberg! Nachdem er abgefahren ist und die abgemachte Zeit erreicht ist, rufen wir ihn an. Es handelte sich um ein Missverständnis: Balmberg statt Brandberg. Nach gemütlicher Fahrt erreichen wir den Hinteren Brandberg.
Bolken – was kann Bolken dem Naturfreund bieten? Schliesslich handelt es sich um intensiv genutztes Landwirtschaftsgebiet. Lassen wir uns überraschen!
Dieser Weidenstrauch ist speziell! Als einzige Weidenart hat sie eine abwischbare bläuliche Wachsschicht auf ihren Zweigen. Wozu dient diese Wachsschicht? Das bleibt ein Geheimnis.
Eigentlich stand die Exkursion unter dem Titel Heidelerche. Daraus wurde aber nichts – obwohl sie auf dem Vorder Brandberg zuverlässig vorkommt! Die Ernte an Beobachtungen und Naturerlebnissen war aber so reich, dass die bald vergessen war. Wir starteten beim Parkplatz ausgangs des Waldes.
Der Parkplatz im Attisholz ist gross, so dauert es seine Zeit, bis alle den Treffpunkt gefunden haben. Ausnahmsweise dürfen wir auf das Gelände der Inertdeponie. Gleich nach dem Eingang liegt ein Haufen Beton- und Steinbrocken. Diese werden zermahlen und für die Produktion von Beton wiederverwendet. Eine Statue wurde offenbar vor der Zerstörung gerettet und wacht nun über das Gelände.
Treffpunkt Bahnhof Fraubrunnen. Viele Interessierte finden sich ein. Nach der kurzen Begrüssung wandern wir hinab zur Urtene. Die Landschaft ist ausgeräumt, intensive Landwirtschaft. Aber plötzlich ist das Trillern einer Feldlerche zu hören und kurz ist sie auch hoch in der Luft zu sehen! In der Urtene und an ihrem Ufer sind allerlei Wasserpflanzen zu sehen, unter anderen auch der Kleine Merk.
Gestern hatte es noch gut ausgesehen, heute aber regnet es, und ein ordentlicher Westwind bläst uns ins Gesicht. Eine über Erwarten grosse Gruppe versammelt sich in Staad. Nach einer kurzen Information zur Entstehung der Schutzzone Witi im Zusammenhang mit dem Autobahnbau und der Forderung nach Untertunnelung der Witi, ziehen wir los Richtung Egelsee.
Obwohl das Wetter alles andere als vielversprechend war, versammelten sich um die 40 Personen in Bannwil. Die Absolventen des Kurses Exkursionsleitung hatten sich minuziös auf den Anlass vorbereitet, war es doch ihr erster Anlass als ausgebildete Exkursionsleitende.
Mit Lucas Lombardo, Projektleiter Birdlife Schweiz, konnten wir einen Fachmann mit praktischen Erfahrungen im Bereich Artenförderung gewinnen.
© BirdLife Schweiz/Suisse/Svizzera