Im Witizentrum Altreu erwartet uns Heidi Ammann inmitten von Freiwilligen, die gerade umfangreiche Pflegearbeiten ausführen. Um dem Lärm des Baggers zu entgehen, ziehen wir uns in den Ausstellungsraum zurück.
Im Witizentrum Altreu erwartet uns Heidi Ammann inmitten von Freiwilligen, die gerade umfangreiche Pflegearbeiten ausführen. Um dem Lärm des Baggers zu entgehen, ziehen wir uns in den Ausstellungsraum zurück.
In Langenbruck besammeln sich die öV-Benützenden und die Autofahrenden. Dann wandern wir bei strahlend schönem Licht Richtung Schönthal. Dem Schönthalbach entlang wachsen auf engstem Raum viele Trockenheit liebende Pflanzen - wie der Schopfige Hufeisenklee, das Rosmarin-Weidenröschen und die Rote Spornblume – sowie Feuchte liebende – wie Wilde Karde, die Kohldistel und der Blut-Weiderich.
Das Hofgut Schönthal ist ein Demeter-Betrieb von 100 Hektaren, der zum Ensemble des Klosters Schönthal gehört. Der Betrieb wird von zwei Familien gemeinsam in Pacht bewirtschaftet und liegt auf ca. 700 bis 900 Meter über Meer. Die Betriebsziele sind einerseits wirtschaftlich: der Hof soll ein genügendes Einkommen für die beiden Familien generieren.
Mit einigem Zweckoptimismus besteigen wir am Morgen den Zug. Eben hat es noch in Strömen geregnet, aber für den Nachmittag sieht es besser aus.
Ab Kandersteg fahren wir mit dem Bus die spektakulär in die Chluse gehauene Strasse hinauf und weiter bis nach Selde. Unterwegs hören wir schon von Frauenschuh-Standorten. Erwartungen werden geweckt.
Dauerregen seit Tagen. Kann der Anlass unter diesen Umständen überhaupt durchgeführt werden? Werden Helfende da sein? Das Wetterglück meint es gut mit uns: Der Samstagmorgen ist trocken und eine ansehnliche Gruppe von motivierten und, wie sich zeigen wird, effektiven Helfenden trudelt ein.
Wo sind wir?
Wir befinden uns im Baselbiet auf ca. 700 mü.M. im Kettenjura. Dieser wurde durch den Schub der Alpenfaltung gebildet. Die Erosion hat die harten Gesteinsschichten als Erhebungen herauspräpariert. Sie sind heute meist bewaldet oder Flühe. Zwischen den Erhebungen liegen sanfte Tälchen mit Weid- und Wiesland. Diese Mischung macht den Charme dieser Landschaften aus.
Das Naturschutzgebiet Les Grangettes ist nur noch ein kleiner Rest des Rhone-Sumpfes, der die Ebene noch vor 150 Jahren bedeckte, aber es ist ein Feuchtgebiet von weltweiter Bedeutung (Ramsar-Konvention von 1990). Seit der Kanalisation des Flusses gibt es nicht mehr viel Natürliches hier.
© BirdLife Schweiz/Suisse/Svizzera