Bevor es richtig losgeht, lernen wir das Südafrikanische Greiskraut – ein invasiver Neophyt – näher kennen.
Vom Mergelplatz vor der Kantine 1881 steigen wir dann zum Graben hinunter, der nach dem intensiven Regen von gestern reichlich Wasser hat. Eine typische und üppige Vegetation mit Binsen, Weiden, Gilbweiderich, Kleinem Merk und Bachbungen Ehrenpreis ist zu beobachten.
Kleiner Merk - Berula erecta / Flatter-Binse - Juncus effusus / Gemeiner Gilbweiderich - Lysimachia vulgaris
Nun folgen wir dem Uferweg der Aare entlang und schauen mit Bedauern auf die mittlerweile überwachsenen Kiesinseln, die ursprünglich Nistgelegenheiten für Vögel hätten bieten sollen. Wegen zu vielen Störungen durch Menschen und Hunde hat das nicht geklappt. Ein paar Schritte weiter dann die prachtvolle Blüte der seltenen Schwanenblume und der auch seltene Ästige Igelkolben mit seinen kugeligen grünen Fruchtständen.
Schwanenblume - Butomus umbellatus / Ästiger Igelkolben - Sparganium erectum / Tabernaemontanus Flechtbinde - Schoenoplectus tabernaemontani
Und noch ein paar Schritte und wir treffen wieder eine Seltenheit an: Die hoch aus dem Wasser aufragende Tabernaemontanus Flechtbinse. Wie auch hier findet man sie meist Schilfgürtel vorgelagert.
Am Emmekanal angelangt, folgen wir dem Pfad bis zum Luterbacher Ornithologenheim, wo wir uns mit den Schachtelhalmen beschäftigen und auch hier eine Rarität entdecken, den Ästigen Schachtelhalm. Wir beleuchten die Unterschiede zwischen den vorhandenen Arten und repetieren die komplizierte Vermehrung über Sporen, Thallus (kleines grünes Pflänzchen) bis zum Samen, aus dem ein neuer Schachtelhalm wächst.
Acker-Schachtelhalm - Equisetum arvense / Winter-Schachtelhalm - Equisetum hyemale / Ästiger Schachtelhalm - Equisetum ramosissimum
In den Amphibienteichen finden sich grosse Bestände von Ährigem Tausendblatt, Dreifurchiger Wasserlinse, die untergetaucht im Wasser schwebt, und rauem Hornkraut. An den Ufern entdecken wir trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit und der Trockenheit noch allerlei Blüten: Sumpf-Helmkraut, Blutweiderich, Vierflügeliges Johanniskraut.
Ähriges Tausendblatt - Myriophyllum spicatum Dreifurchige Wasserlinse - Lemna trisulca Raues Hornblatt - Ceratophyllum demersum
Auf dem Rückweg stossen wir noch auf den zweihäusigen Hopfen und fragen uns, durch wen er wohl bestäubt wird.
Text und Bilder: Ruth Macauley
