Der Parkplatz im Attisholz ist gross, so dauert es seine Zeit, bis alle den Treffpunkt gefunden haben. Ausnahmsweise dürfen wir auf das Gelände der Inertdeponie. Gleich nach dem Eingang liegt ein Haufen Beton- und Steinbrocken. Diese werden zermahlen und für die Produktion von Beton wiederverwendet. Eine Statue wurde offenbar vor der Zerstörung gerettet und wacht nun über das Gelände.

Hoch oben, zwischen den neu angepflanzten Jungbäumen fliehen zwei Rehe, die wir aufgescheucht haben. Unterwegs finden wir eine riesige Raupe. Es handelt sich um die Raupe des Weidenbohrers.

Lange stehen wir an der Abschrankung zum aktuell bewirtschafteten Teil der Grube. Einerseits, weil sich eine Goldammer prächtig auf einer Sitzwarte präsentiert. Da kann eifrig über die Unterschiede zu ähnlich aussehenden Arten, wie zum Beispiel die nahe verwandte Zaunammer, und über die Unterschiede zwischen Weibchen und Männchen diskutiert werden! Erinnerungen an frühere Beobachtungen werden ausgetauscht. Auch die Singdrossel lässt ihren variantenreichen Gesang immer wieder ertönen. Ein Storch und Rotmilane sind über den Hügeln zu beobachten.
Andererseits, weil viele Fragen zur Grube auftauchen. Leo, der auf dem Gelände gearbeitet hat, kann viele davon beantworten.

Endlich zweigen wir in den Wald ab, den wir durchqueren. Grünspecht und Buntspecht lassen sich vernehmen. Beim Bauernhof fliegen Mehlschwalben und Rauchschwalben. Um den Kamin des Attisholzareals kreisen in eleganten Kurven Felsenschwalben. In einem Baum mit diversen Höhlen ist offensichtlich ein Starennest, die Altvögel sind sehr aktiv. Es hat aber noch grössere Vögel im Baum. Spechte? Leider machen sie sich davon, bevor wir sie identifizieren können.
Inzwischen wird es dämmerig und wir kehren zurück zum Ausgangspunkt.
Text und Bilder: Ruth Macauley
