Vernässte Fläche mit Niederhecke

Exkursion Grenchner Witi

21.02.2026

Gestern hatte es noch gut ausgesehen, heute aber regnet es, und ein ordentlicher Westwind bläst uns ins Gesicht. Eine über Erwarten grosse Gruppe versammelt sich in Staad. Nach einer kurzen Information zur Entstehung der Schutzzone Witi im Zusammenhang mit dem Autobahnbau und der Forderung nach Untertunnelung der Witi, ziehen wir los Richtung Egelsee. Dieser wurde mit Heckenbepflanzungen, Holzbeigen und Schilfhaufen aufgewertet, um der Grasfroschpopulation ein passendes Laichgewässer, den Ringelnattern warme Plätze für die Eiablage und den Wieseln Unterschlupfe zur Verfügung zu stellen. Etwas weiter hinter wartet ein männlicher Storch sehnsüchtig auf seine Partnerin, die nächstens vom Süden zurückkehren sollte.

Teich mit Hecken für Grasfrösche
Weiter geht es teilweise überschwemmten Äckern entlang. Dies sind wertvolle Rastplätze für Watvögel, die im aufgeweichten Erdreich Nahrung finden. Der Ertragsausfall, der den Landwirten durch das Tolerieren von regelmässigen Überschwemmungen entsteht, wird finanziell abgegolten. Plötzlich fliegt eine Feldlerche auf. Eine bei diesem Wetter unerwartete, aber um so freudigere Beobachtung!

Vern$ässter Acker für Watvögel
Leider ist die Begehung um das Altwasser herum wegen zu hohen Wasserständen nicht möglich. Eindrücklich sind aber die «Trittsteine» in Form von Niederhecken und Einzelbäumen, die so platziert sind, dass der offene Raum, den die Feldlerche braucht, gewährleistet ist. Und da zeigt sich kurz ein Wiesel mit jetzt unvorteilhaftem, weissem Winterfell und verschwindet auch gleich wieder.

Vernässte Fläche mit Hecke und Einzelbaum
So ist unsere Exkursion, obwohl nicht viele Arten beobachtet werden konnten, dank den vielen spannenden Informationen unserer Führerin, zu einem Erlebnis für uns alle geworden.


Text und Bilder: Ruth Macauley